Wirtschaft und Wachstum
 

Kaum war Amelia Meyer am 8. Mai dieses Jahres geboren, war sie auch schon berühmt. Denn sie ist die 1,5-millionste Einwohnerin Münchens. Innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre ist die Einwohnerzahl der Stadt um gut 100.000 gestiegen. Damit gehört die Isarmetropole zu den am dichtesten besiedelten und wachstumsstärksten Städten Deutschlands. 2030 sollen nach Schätzungen von Experten sogar gut 1,7 Millionen Menschen in München leben.

Es ist schon bemerkenswert, dass in einem Land, in dem die Zahl der Einwohner sinkt, eine Stadt derart dynamisch expandiert. Das hat natürlich zum einen mit der Attraktivität Münchens und seiner Umgebung zu tun, die Lebensqualität pur bietet. Zum anderen aber auch mit der Tatsache, dass die leistungsfähige Wirtschaft der Region München mit ihrem Mix aus großen und mittelständischen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen eine zunehmende Zahl gut bezahlter Arbeitsplätze offeriert.

Keine andere Stadt der Bundesrepublik beherbergt so viele DAX-Konzerne wie München und sein Umland. Allianz, BMW, Linde, Munich Re und Siemens haben ihren Hauptsitz in München selbst, Infineon sitzt in Neubiberg im Landkreis München. Aber nicht nur, was diese „Riesen“ betrifft, ist München Spitze, sondern auch bei den mittleren börsennotierten Unternehmen. Von den 50 Werten, die aktuell im MDAX zu finden sind, kommen allein sieben aus München. Die Rolle der Stadt als Hightech-Zentrum zeigt sich darin, dass im TecDAX, der 30 Technologiewerte enthält, sechs Firmen von München aus operieren, mehr als aus jede andere deutsche Stadt. Und im SDAX, der 50 kleine, aber feine Unternehmen repräsentiert, sind fünf aus der bayerischen Landeshauptstadt.